Vom Baum in die Flasche

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Die Ernte ist, entgegen der industriellen Großanlagen, welche ausschließlich mit Rüttelmaschienen arbeiten, sehr aufwendig. Sie beginnt im Oktober und dauert bis Ende Dezember. Von der Sorgfalt der Ernte hängen, neben dem richtigen Anbau, die Qualitätsmerkmale des Öles entscheidend ab.

 

Im reifen Zustand werden die Oliven von Hand geerntet. Für einen Liter Öl benötigt man, je nach ihrem Ölgehalt, vier bis acht Kilogramm Früchte. Selbst ein sehr guter Pflücker schafft pro Stunde nur ca. zehn Kilogramm Olivenöl. Das erklärt auch, warum der Ernteertrag zu 50 % den Verkaufspreis des Olivenöls bestimmt und warum ein halber Liter qualitativ hochwertiges Öl nicht unter 10 € liegen kann.

 

Die Ernte von Hand ist zwar die aufwendigste und schwierigste, aber auch die beste Methode, da hierbei die Früchte am besten geschont werden. Andernfalls leidet die Qualität des Öls, denn durch Beschädigung der Frucht beginnt der Säureprozess, welcher dann einen erhöhten Fettsäurengehalt des Öls zur Folge hat.

 

Auch die Lagerzeit spielt hinsichtlich der Qualität eine wichtige Rolle. Je länger Oliven gelagert werden, desto mehr Säure entwickeln sie, was wiederum der Olivenölqualität schadet. Aus diesem Grund legen wir besonders Wert darauf, dass unsere Oliven innerhalb 24 Stunden vom Baum in der Flasche sind.

 

Die geernteten Oliven werden zuerst gewaschen und zerkleinert, bevor es in die mechanische Presse geht. Um die wertvollen Inhaltsstoffe in vollem Umfang zu erhalten, pressen wir schonend zwischen 20 und 22 °C. Andere Extra Nativen Olivenöle werden im Gegensatz dazu, meist bei dem Grenzwert von 27 °C gepresst. Bei der Pressung entsteht eine Emulsion aus Öl und Fruchtwasser, deren Bestandteile in einer Zentrifuge voneinander getrennt werden. Und da ist es dann: Reines, natives, also natürlich entstandenes Olivenöl, dickflüssig und duftend – Produkt jahrtausendalter Kultur und Tropfen für Tropfen wertvoll und gesund.

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